Die FDP bekennt sich zur multilateralen Ordnung, vor allem zur EU und der NATO. Sie sind überzeugte Europäer und sehen die EU als Zukunft Deutschlands, fordern aber auch institutionelle Reformen, um die EU transparenter und effizienter zu machen. Sie setzt sich für eine Gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik ein, inklusive einer europäischen Armee. In der NATO sieht die Partei den Garant der Sicherheit Deutschlands, die sie stärken und weiterentwickeln wollen, vor allem im Verteidigungsbereich. Die Kooperation zwischen EU und NATO soll intensiviert werden, um eine Konkurrenz der europäischen Sicherheitsbündnisse zu verhindern.
Die FDP fordert Russland auf, den Krieg im Osten der Ukraine und die Besetzung der Krim sofort zu beenden. Bis dahin sollen die Sanktionen aufrechterhalten werden, ebenso der Ausschluss Russlands aus den G8. Nichtsdestotrotz werben die Liberalen für einen kontinuierlichen Dialog mit Russland, um mittelfristig wieder eine echte Partnerschaft mit Russland zu etablieren. Die EU-Beitrittsverhandlungen in der bisherigen Form mit der Türkei möchte die FDP aussetzen, auch wenn die Partei die Türkei weiterhin als einen wichtigen Partner sieht. Die zunehmend autoritäre Regierungsführung schließe eine jedoch Vollmitgliedschaft aus. Die FDP bekennt sich explizit zur transatlantischen Partnerschaft mit den USA, die einen wichtigen friedensstiftenden Beitrag leisten. Irritation über manche Entscheidungen des neuen US-Präsidenten dürfe nicht in Antiamerikanismus umschlagen, sondern der transatlantische Dialog müsse eine neue außenpolitische Priorität erhalten, auch weil die USA einer der wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Wirtschaft ist.